Ein paar unserer Lieder

                                 

Alles für d Katz 

A scheene Kueche stoht uf m Disch
mit Streusel un Zwetschge ganz frisch
Sahne d zue, ich mueß sie noch schlage.
Wieviel Zit kann sie vertrage?
Des war z´lang, heieiei
alles nur a glumbige Brei:

d Kater freut sich, schleckt un schmatzt:
s war halt mol wieder alles für d Katz

D Grill isch a, s Fier am brodle
Gang in d Kuchi zum Steaks rus hole
Stell s d näbe, denk ma nix d bi
Hol noch a Gabel, drink a Schluck Wi
Lueg uff d Teller denk noch un meins:
Mensch Meier, do fehlt doch eins:

d Kater freut sich, schleckt un schmatzt:
s war halt mol wieder alles für d Katz

E Gschrei im Garde un e Gepiepse
Katz, loß doch den Vogel in Friede
Beleidigt haut er ab mit izognem Kopf
S Vegli kann nit fliege, d arm Tropf
D Katz hinterher, bliebt halt stur
S ísch wohl doch lauf d Natur:

d Kater freut sich, schleckt un schmatzt:
s war halt mol wieder alles für d Katz


Text: Birgit Ehrhard
Musik: Michael Löffler



Es wird heiß

Es wird heiß, die Flüsse sind leer
es wird heiß, es wächst fast nichts mehr
es wird heiß, trocken ist das Land
es wird heiß, überall nur Sand
Es wird heiß

Es wird heiß, es steigt das Meer
es wird heiß, das Wasser kommt näher
es wird heiß, die Sonne glüht weiss
an den Polen, schmilzt das Eis
es wird heiß,    

"Über den Wolken, muss die
Freiheit wohl grenzenlos sein"
oh Reinhard, mit diesem Text, da liegst Du schief,
es wird geflogen, als gäb´s kein Morgen
weil es schnell und billig ist.

Es wird heiß, wir haben es gewusst
es wird heiß, es hat nichts genutzt
es wird heiß, wir werden Schatten suchen
und die Enkel, werden uns verfluchen

es wird heiß.


"Über den Wolken, muss die
Freiheit wohl grenzenlos sein"
oh Reinhard, mit diesem Text, da liegst Du schief,
es wird geflogen, als gäb´s kein Morgen
weil es schnell und billig ist.

Text und Musik: T. Schlager


Gruselkabinett der Geschichte

Karl der Große und wie sie alle heißen
für die Völker eine Seuche ohne gleichen
Lobeshymnen schrieb man und Gedichte
heute eher ein Fall für die Gerichte

Kaiser, Eroberer, wie auch immer
je berühmter der Name, desto schlimmer
alles massakriert, alles verbrannt,
vergewaltigt, verstümmelt, im fremden Land

Es waren wirklich alles elende Wichte
aus dem Gruselkabinett der Geschichte

Was da so in den Geschichtsbüchern steht
ist oft geschönt, ist oft verdreht
da wird an Legenden gestrickt
und ins rechte Licht gerückt

Helden waren sie wirklich keine
sondern Schlächter, hundsgemeine
jagten die Soldaten in den Tod hinaus
kamen mit Ruhm und Ehre nach Haus


Es waren wirklich alles elende Wichte
aus dem Gruselkabinett der Geschichte




Text und Musik: T. Schlager


Pech, liebe Kinder

Pech, liebe Kinder, ihr kommt einfach zu spät
keinen interessiert es, wie es Euch morgen geht
Die ganzen Demos, die reißen´s nicht raus
ihr habt schon verloren, es nimmt seinen Lauf.

Das große Rad, das ist jetzt in Schwung
und überrollt alt und jung
Stürme, Fluten, die ganzen Elemente
zeigen Euch den Anfang vom Ende.

Die Politik steht dabei am Rand,
Weh tun darf es keinem im Land,
große Sprüche, das einzige was zählt,
ist, man wird wiedergewählt

Pech, liebe Kinder...

Seit 100 Jahren sind wir mitten drin
wir kriegen einfach alles hin
Zurückstecken, das will keiner
die Chancen werden immer kleiner
Müll und Gift wohin ich seh´,
Alle warten auf die rettende Idee
alles ist schimmer, als es scheint
Wir haben es doch wirklich nur gut gemeint.

Und sollte der Klimawandel doch zu bremsen sein
und ihr steht da mit dem Heiligenschein
dann schaut mal kurz hinaus aufs Meer
lauter Plastik, man sieht das Wasser kaum mehr.

Pech, liebe Kinder...

Text u. Musik: T. Schlager

Melancholie am Rhi

Weiss ich ’mol nit witter, alles schisst mi aa
chönnt fast verzwiefle, loss keine an mi dra,
no ziehts mi an Rhi – do cha ich si
wott niene anderst hi
am Rhi – am Rhi – schad bisch nit debi.

Jetz hock ich do – gedankeverlore
du hesch mir ewig, ewigi Liebi gschwore!
Oh, war ich blöd, jetz isch’s so öd
chönnt’s nit wie früher si
am Rhi – am Rhi – schad bisch nit debi.

Alles im Fluss, wie schnell isch e Johr?
Grad wie de Rhi chunnt ’s Lebe mir grad vor.
Oh wie schön, so gruusig schön
wott niene anderst si
am Rhi – am Rhi – Melancholie

Do triff ich e Engel, mit Auge wie Stern,
plötzlich isch’s anderst, ich lach wieder gern.
S Lebe isch schön, so wunderschön
wott niene anderst si
am Rhy – am Rhy, schön bisch du debi.

 

Text: Stefan „Stef“ Escher, im Juli 2020

Alki

i laufe dur d’Schtrass schnall’s nüme was gaht            
es isch näblig und chalt i füäl mi alt  

i bi nid so guät druff und ii wett is Puff
doch langt’s höchschtens für än Suff i bi scho wieder schtier

geschter hends mi useknallt i seig schtockbsoffe gsy
vo all däm han i nüt meh gwüsst und s’suffä heig i au nöd zalt
woni pennt han weiss I nöd es Loch isch i mim Chopf
wiä bin i jez da anecho ich füäl mi dumm und blöd

i laufe dur d’Schtrass und i dänk a dy
s’isch so schön gsy mit dir i han’s versiecht
i bin sälber tschuld und i weisses au
doch mach i’s immer glich iii weiss s’genau

geschter hesch mer eini knallt i seig stockbsoffe gsy
heb umekozt hesch es nüme vertreit mini Süff und mini Gschtalt
Oni Wonig oni Tschobb wiä n’i läbe isch doch glich
s’inträssiert mi nid und ich muess’s nid ha was en andre miäch

  


Text: Heinz Hayduk Vogelsanger

Der Mond ist auf gegangen

Du bist gegangen, die Tür ist zu,
jetzt hab ich erstmal vor Dir Ruh.
Der Mond ist auf gegangen und scheint mir ins Gesicht, ich denk an dich und merke: So schlimm ist das nicht.

Ich hab´ mich doch so an Dich gewöhnt,
Wir hatten uns fast schon wieder versöhnt.
Der Mond ist auf gegangen und scheint mir ins Gesicht, ich denk´ an dich und merke: So schlimm ist das nicht.

     Dumm gelaufen, mit uns zweien,
     denk´ ich zurück, fällt mir der Stress wieder ein.
     Doch so langsam seh´ ich das gelassen,
     wichtig ist: Leben - und leben lassen.

Ich geh ins Bett, hab jetzt viel mehr Platz,
ein bisschen zu viel, für meinen Geschmack.
Der Mond ist auf gegangen und scheint mir ins Gesicht, ich denk´ an dich und merke: So schlimm ist das nicht.


Text und Musik: T. Schlager

E Bier?

S isch heiß un d Sunne bräglet – Summer im Markgräflerland.
D Luft die flimmeret, kei Vogel hörsch pfiffe,
ich glaub ich ha e Sunnebrand.
Me söecht de Schatte, e küehles Plätzli,
ach deht doch nur e Lüftli goh!
D Blätter am Baum, die mache kei Wank –
blibt denn hütte alles stoh?

Refrain:       Ich bruch e Schorli, unser Nationalgetränk,
                      am beste – so zwei, drei, vier.
                      So vertribt me im Rebland die brütendi Hitz!
                      Wer brucht denn do scho e Bier?

Bi uns im Süde git’s das emol gern, nit Neus für’s Thermometer.
Un pendlet sich’s i bi drissig Grad, scho jomeret gli jeder.
Doch git’s ebbis bessers bi sonere Hitz?
Mir hän jo Rebe gnöe.
Zum Abküehle döet’s e kalte Schluck Wii
un Sprudelwasser dezöe.

Refrain:       Ich bruch e Schorli, unser Nationalgetränk,
                      am beste – so zwei, drei, vier.
                      So vertribt me im Rebland die brütendi Hitz!
                      Wer brucht denn do scho e Bier?

  Text & Musik: Stefan „ Stef“ Escher, im Juli 2020

Marie

Marie ich hab ein Herz für dich, wer liebt dich so wie ich.

Marie Du hast etwas Übergewicht, Marie, die schönste bist Du nicht, Dir fehlt rechts oben ein Zahn, doch Du machst mich furchtbar an

Marie...

Marie, Du hast kein Abitur, Marie, Du liest sehr selten nur, Ich fühle mich so wohlig warm, nimmst du mich in den Arm.

Marie...

Marie, Du gehst gern spazieren im Wald, Marie bei Dir bleibt oft die Küche kalt, Du bist so schnucklig und nett, ich lieg so gern mit Dir im Bett

Marie...

Marie schau mich doch mal an, wär ich nicht für Dich der richtige Mann, ich bin zwar auch kein Schönheitsidol, doch bei Dir fühl ich mich so wohl

Marie...


Text und Musik: T. Schlager

Was war ist gewesen

Was war ist gewesen, tragen wir uns nichts nach

Was war ist gewesen, manchmal lieg ich nachts wach
und frage mich, ob Du mich noch magst.

Was war ist gewesen, manchmal gibt es Streit
Was war ist gewesen, wegen einer Kleinigkeit
doch bald darauf, tut es uns leid.

Was war ist gewesen, wo läuft schon alles glatt,
Was war ist gewesen, doch dann wendet sich das Blatt,
und es ist schön, wenn man sich wieder hat.


Text und Musik: T. Schlager